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Bin gut gestartet (ne Stunde früher wäre vermutlich besser gewesen), habe ein paar nette Fahrradfahrer kennen gelernt und bin eine ganze Weile hinter bzw. vor einer Familie gewandert die zeitweise den gleichen Weg gewandert ist. Ist ja schön, wenn man nicht immer alleine ist. Hat mir schon ein besseres Gefühl gegeben, weil so viele zu mir gesagt haben, es sei so gefährlich im Schwarzwald. Aber man kann nicht so einfach mal in die Büsche, wenn da dauernd jemand hinter einem läuft 😉IMG_20160820_113019

Nun ja. Also bis zum Kloster Wittichen war alles super (öffentliches Klo und Stempel!) und dann ging es ordentlich bergauf. Dann habe ich einen Abzweig verpasst, habe dann Einheimische gefragt, die mir gesagt haben, bei der Bank mit der tollen Aussicht bei der alle ins Tal blicken, da geht es eigentlich bergauf nach rechts, sieht nur keiner…. Ahja. Da haben wir wohl schon einige Pilger vertan. Naja, dann ging es echt steil bergauf und es war soooo schwül und ich habe so geschwitzt. Der Weg war sehr zugewuchtert. Oben angekommen war für mich nicht klar ob ich dem Forstweg nun nach rechts oder links folgen soll. In beiden Richtungen war in 500 Metern kein Schild (SCHLECHT!) und ich habe mich – wie ich es gerne bei einer 50/50 Chance mache – für die falsche Richtung entschieden. Dadurch bin ich ewig lang falsch gelaufen.  Zum Glück hat mich mein Orientierungssinn dieses Mal nicht ganz im Stich gelassen (die moderne Technik aber schon – GPS ging nicht) und ich habe mich circa in die richtige Richtung bewegt. Ich gestehe, ganz wohl war mir zeitweise nicht, auch nicht als ich bei einem einsamen Haus nach dem Weg gefragt habe (also mal im Ernst – wer wohnt denn da schon so alleine mitten im Wald), aber ein paar Junge Studenten aus RA hatten wohl ein ähnliches Verirrungsproblem und wir haben dann versucht und gegenseitig zu helfen. (Ich hoffe die Jungs haben ihr Ziel gefunden, ich schon :-))

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Als ich am Teufelsberg angekommen bin, hab ich einen dicken Kloß im Hals gehabt. Ich war zwar „back on track“, aber der Himmel war so dunkel wie meine Stimmung zu dem Zeitpunkt und es begann zu regnen. Im Schwarzwald wird es dann auch Nachmittags um 3 Uhr schon recht düster… Ich habe dann schnell St.Roman erreicht und habe auf alle Fälle nochmal nach dem Weg zu meiner Pension in Erzwäsche gefragt – wollte mich nicht nochmal verlaufen. Als ich aber in diesem Nobelhotel stand – war ich den Tränen nahe, lieber hätte ich dort übernachtet!!!!

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Ok, ich musste aber weiter. Kleiner Plausch am Benzenhof, der Schwester des Besitzers vom Erzwäschehof. Sie meinte eine gute halbe Stunde – dann wäre ich da.

Und dann der letzte Wegabschnitt – total ko – vor allem vermutlich emotional – an jeder Kurve musste ich daran denken wie ich als Kind meine Eltern gefragt habe – wann sind wir da und die Antwort war – nach der nächsten Kurve. Ich habe mich gefragt ob sie immer wirklich wussten wo wir waren und wie weit der Weg noch war.

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